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Hardware Special: Low Budget 650 Euro Gaming PC

Alter PC Innen Mainboard

Mein alter Rechner: Der hat nie Probleme gemacht. Dann haben aber die Mehrkernprozessoren den alten Modellen die Show gestohlen.

Zocken ist ja leider ein recht teures Hobby, wenn man die ganze Hardware und die Computerspiele an sich zusammenrechnet. Aber glücklicherweise sind die Hardwarepreise im Verlauf der letzten Jahre regelrecht abgestürzt. Mein erster Gaming PC hatte noch eine Halbwertszeit von etwa einem Jahr, weil sich die Rechenkapazitäten jährlich nahezu verdoppelten. Heutige Rechner – und das ist der entscheidende Vorteil der neuen Hardware – sind noch nach 5 Jahren voll einsatzfähig. Leichte Einbußen muss man immer im Bereich der Grafik hinnehmen, weil hier noch viel Potenzial ungenutzt bleibt. Die Rechenleistung der Prozessoren stagniert jedoch seit Jahren. Ich habe im Jahr 2010 schon einmal über meinen Spiele-PC berichtet: Die gleiche Config habe ich noch immer und kann aktuelle Titel noch auf hohen Details und ohne merkliche Qualitäts- und Geschwindigkeitsverluste spielen. Trotzdem ist es nun nach 2 Jahren noch einmal Zeit einen aktuellen PC zusammenzustellen und zu schauen, wie viel mehr Power man sich für das (fast) gleiche Geld ins Haus holen kann.
Als Referenztitel für die Grafikleistung ziehe ich das kürzlich erschienene Bioshock Infinite heran.

Vorab solltet ihr euch Gedanken machen, was ihr wirklich braucht und was der Hardwaremarkt im Moment so hergibt.

Hardware vom alten PC

Hier hatte ich einen ZALMAN Lüfter auf der Grafikkarte verbaut. Der Prozessorlüfter kam ebenfalls von ZALMAN.

  • Wie viel Rechenleistung benötigt man heute und in zwei Jahren? Klar, das hängt selbstverständlich auch von euren Vorlieben ab, aber für PC-Spiele reicht im Moment noch ein Dual- oder Vierkernprozessor. Alte Spiele können maximal zwei Kerne nutzen, während neue Titel maximal auf vier Rechenkerne ihre Leistung aufteilen können. 8-Core-Prozessoren können von den wenigsten Anwendungen genutzt werden – dennoch ist absehbar, dass diese Rechenmodule an Bedeutung gewinnen werden. Wer sich also zukunftssicher ausrüsten möchte, sollte sich nach acht Kernen umschauen.
  • Wie viel Arbeitsspeicher brauche ich? Heute sind 4-8gb RAM Standard. Voll ausgelastet wird der zwar noch selten, da RAM aber praktisch nichts kostet, kann man auch zukunftssicher 8gb oder mehr verbauen. Ein weiterer Grund dem Arbeitsspeicher etwas mehr Spielraum zu geben ist aufwändige Video- und 3D-Bearbeitung, welche einen großen Speicher benötigt.
  • Nvidia oder AMD? Hier scheiden sich die Geister. GeForce ist meistens mehr auf Leistung ausgelegt, AMD eher auf Performance in Bezug auf Leistung/Energieverbrauch. Ich bin eindeutig Anhänger von AMD Hardware, weil sie stabil und zuverlässig sind. Ich hatte noch nie einen Ausfall eines AMD, bzw. ATI Bauteils! Ich rate außerdem dazu einen AMD Bauteile miteinander zu kombinieren, weil die Teile auf Herz und Nieren geprüft wurden. AMD liefert außerdem für ihre Grafikkarten regelmäßig neue Updates und bietet einen langfristigen Support, sodass auch alte PCs noch Jahre später lauffähig und up-to-date bleiben. Mein uralt-Server mit einer Sapphire Radeon 9800 Pro, 1gb RAM, AMD 3,7GHz Prozessor kann noch Battlefield 2 (2005) auf hohen Details dank neuer Treiber flüssig darstellen.
  • Die Grafikkarte ist das Herzstück eines Gaming-PCs und kann daher auch etwas teurer sein. Allerdings brauchen aktuelle Titel keine High-End-Systeme, um auf sehr hohen Einstellungen flüssig spielbar zu sein. In zwei Jahren wird man mit zu schwacher Hardware allerdings Probleme bekommen.
  • Woher bezieht ihr eure Bauteile? Im Internet gibt es alles zum günstigsten Preis, weil ihr dort den Zwischenhändler vor Ort spart, der ja auch sein Gehalt und die Miete irgendwie finanzieren muss (Ja, ich weiß, Schande über mich, die kleinen Händler haben natürlich auch ein Recht auf Überleben am Markt). Ein bisschen Vertrauen in den Händler vor dem Kauf ist mir wichtig, deshalb tendiere ich dazu Hardware bei Arlt Computer oder anderen bekannten Shops im Web zu beschaffen.

Nun meine Empfehlung:

Komponente Name Preis
Mainboard MSI Mainboard 970A G43 AM3 MSI 970A-G43 AM3+ 65€
Prozessor AMD FX 8150 8x3,6GHz BOXED AMD FX-8150 8×3.60GHz AM3+ BOXED 150€
Arbeitsspeicher Kingston HYPERX Arbeitsspeicher 8GB Kingston HYPERX oder Geil 8GB 55€
Netzteil Be Quiet 530Watt ATX L7 Netzteil be quiet! Pure Power Netzteil 530W L7 50€
Festplatte Seagate ST 1000DM003 1000gb 1GB Festplatte Seagate ST1000DM003 1TB 55€
Grafikkarte Sapphire Radeon HD 7850 2048MB GDDR5 Speicher Sapphire Radeon HD 7850 2048MB GDDR5 / Alternativ Radeon HD 7870 (minimal teurer) 160€
DVD-Laufwerk Einfaches DVD-Laufwerk von NoName oder Philips 30€
Gehäuselüfter/Prozessorlüfter Würde ich von Scythe empfehlen. 2x Gehäuselüfter + 1x Prozessorkühler zusammen 50€
Gehäuse/Tower Xigmatek-Asgard-Midi-PC Gehäuse 30€
Gesamtpreis: 645€

Einige dieser Komponenten hat sicherlich jeder noch zu Hause und kann sie ohne Aufpreis in diesem Selbstbau-PC verbauen – Vielleicht bleibt dann noch etwas Budget für eine bessere Grafikkarte übrig. Mit unseren nun insgesamt rund 650€ haben wir aber auch so ein solides System, das die nächsten 2 Jahre ohne Schwierigkeiten überstehen sollte. Danach kann man die Grafikkarte nachrüsten. Die Sapphire mit den 2000MB Speicher bringt beim Top-Titel Bioshock Infinite gute Leistungen im Vergleich zu den High End Lösungen. Die nur wenige Euro teurere Alternative Radeon HD 7870 bringt noch ein paar FPS mehr zustande. Die Leistung bei Battlefield 3 ist ebenfalls sehr gut, auch auf großen Monitoren. Mehr Benchmarks findet ihr hier und hier. Ein nachträgliches Plus bringen hier noch kommende Treiberupdates des Herstellers.

Bei einigen Titeln werden in naher Zukunft eventuell keine Ultra-Einstellungen möglich sein. Dafür wäre eine bessere Grafik von Nöten. Dafür haben wir mit diesem System ein sehr effizientes Verhältnis zwischen Leistung und Energieverbrauch, das andere High-End-Karten chancenlos abhängt. Somit kommen wir auch mit einem 530W Netzteil aus und müssen uns kein eigenes Kraftwerk anschaffen.
Für 650€ ist das System vergleichbar zukunftssicher und ein Schnäppchen für jeden Gamer.

Browsergames für schwache Computer

Seit einigen Jahren entwickeln sich Rechenleistung und Geschwindigkeit von wichtigen Hardwarekomponenten nicht mehr weiter. Anstelle einer Erhöhung von Rechenkapazitäten werden Arbeitsspeicher und die Anzahl der Rechenkerne erhöht. Software und Games passen sich der Entwicklung entsprechend an und verbleiben seit einigen Jahren auf einem annähernd gleichen Stand. Seitdem vor mittlerweile fast 5 Jahren am 17.11.2007 das Spiel Crysis erschien hat sich im Bereich der Grafikentwicklung nicht viel getan, denn Crysis wird noch immer in aktuellen Benchmarks als Vergleichsmodell herangezogen. Die Notwendigkeit sich einen neuen PC anzuschaffen hat deutlich an Bedeutung verloren, seitdem sich die Geschwindigkeit mit der neue Entwicklungen auf den Markt gebracht werden so stark verlangsamt hat. Viele Leute, auch einige meiner Freunde, besitzen relativ alte PCs mit schwachen Grafikkarten, die nicht für das Spielen von aufwändigen Spielen vorgesehen sind. Ganz im Gegenteil. Es gibt viele PCs, die ursprünglich zum Arbeiten mit entsprechenden Programmen zum Schreiben und Kalkulieren gedacht waren. Sollte man mit diesem Gerät dennoch eines Tages Spiele spielen wollen, wird die Auswahl der Spiele alleine durch die technischen Möglichkeiten enorm eingeschränkt. Durch die Vielzahl der klassischen Spiele, wie Age of Empires, alte Actionshooter und 2D-Spiele, findet sich in der Regel trotzdem etwas, was Spaß macht und zudem von den unterschiedlichsten Orten zugegriffen werden kann.

Möglichkeiten und Auswahl

Cloud Gaming

Seit neustem spielt man in der Cloud - Das spart Hardwarekosten und Rechenleistung!

Neben den klassischen Computerspielen, die mittels CD auf den Computer übertragen, abgespielt und gespielt werden können, wird die Auswahl an Online Spielen immer größer. Die Tatsache, dass diese auf einem Server gespeichert und über das Internet darauf zugegriffen werden kann, wirkt sich nicht negativ auf die Grafik aus. Browsergames, die im Internet in großer Anzahl zu finden sind, werden ebenfalls häufig von Spielern mit älteren PCs gespielt, weil sie meist auf JavaScript Basis und einfachen Webtechnologien, wie HTML basieren. Hierfür sind Grafikkarte und Rechenleistung nicht von Bedeutung.

Cloud Gaming als Lösung für langsame Computer

Da viele Nutzer nicht wissen, wie man PCs aufrüstet und keinen Nutzen darin sehen, sich ein neues Modell zuzulegen, suchen Entwickler nach Lösungen, um auch diesen Gamern Möglichkeiten zu bieten in ihrer Freizeit PC-Spiele zu konsumieren. Mit “Cloud Gaming” kann man, faktisch gänzlich ohne Arbeitsspeicher, Festplatte und Rechenkapazität spielen. Alle Daten und Rechnenprozesse werden in der “Cloud” – also auf extern gelegenen Server – ausgeführt, welche in der Regel vom Publisher gestellt werden. Eine schnelle Internetverbindung ist hierbei allerdings Voraussetzung, da im Vergleich zu klassischen Games mehr und größere Datenpakete übertragen werden. Wer mehr Infos zu Cloud Gaming und Co. lesen möchte, sollte hier weiterlesen und Online Game Lösungen entdecken. Für Gamer mit alten PCs bieten sich so völlig neue Möglichkeiten, die zum einen einfach und zum anderen auch kostengünstiger sind, weil auf teure Hardware verzichtet werden kann.

Habt Ihr selbst schon einmal Onlinegames gespielt, die in der Cloud gehostet und verarbeitet wurden? Wenn ja, welche und wie hat es Euch gefallen?

iPhone-Spiele immer mehr im Kommen – Konkurrenz für normale Spiele?

Der Trend in Richtung Smartphone hat auch den mobilen Spielemarkt beflügelt. Unzählige Games sind bereits für iPhone und Co erschienen und weitere, teilweise bekannte Releases, sind angekündigt. Ihr könnt jetzt klassische Spielereihen auf eurem Handy zocken: z.B. FIFA und Need for Speed. Da bekommen die Entwickler bei den klassischen Spielekonsolen (Nintendo, Playstation) kalte Füße, denn sie fürchten um ihren Absatz. Nintendo verlor im vergangenen Jahr die Hälfte ihrer Einnahmen – fast 1,45 Milliarden Euro! Kein Wunder – Klassische Spiele für Nintendo DS und tragbare, klein Konsolen kosten mindestens 20 bis 30 Euro, während iPhone-Spiele schon für schlappe 50 Cent zu haben sind. Dafür hat man weder ein grafisches noch ein spielerisches Erlebnis erstanden, denn meistens geht es in den Games für die tragbaren Telefone um simple Ballereien oder Logikaufgaben. Letzteres kann ich ja noch durchaus nachvollziehen, denn diese brauchen zumindest keine tolle Grafik um zu funktionieren. Wenn ich allerdings erfahre, dass Horrorshooter wie Dead Space auf dem iPhone erschienen sind, zweifle ich doch stark am Sinn dieses Trends. Kurzum: Es geht um Marktanteile, Präsenz und das große Geld.

Dead Space auf dem Handy

Spielegrößen, wie Dead Space auf dem iPhone. Spannung pur?
Quelle: Electronic Arts

Wer auf einem 3,5 Zoll Bildschirm Spielegrößen, wie eben Dead Space oder auch Battlefield Bad Company 2 spielt… Ist ihm noch zu helfen? Ich persönlich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum man sich sowas antun sollte. Ein Spiel für Zwischendurch in Bus und Bahn – Ok, das macht Sinn, aber qualitativ eigentlich hochwertige Spieletitel auf dem iPhone zu verunstalten ist einfach nur traurig.

Akkulaufzeit und niedrige Leistung schmälern die Möglichkeiten

Viele meiner Kollegen, die ein Smartphone besitzen und dieses aktiv nutzen (Internet, Games, telefonieren) müssen das jeden Abend an die Strippe hängen um den leeren Akku wieder aufzuladen. Bei dem hohen Preis eines solchen Smartphones, will ich gar nicht wissen wann man wieder Geld in einen neuen Akku stecken muss, weil dieser nur noch einen halben Tag nutzbar ist. Dazu kommt das Problem mit der niedrigen Leistung. Eine aufwändige und würdige Umsetzung eines Titels für das Handy benötigt Rechenleistung und eine Grafikkarte. Das ist jedoch noch nicht in Sicht, da Passivkühlung schlichtweg nicht genug Leistung bringt um schnellere Minirechner noch kühlen zu können. Solange kein billiger iPhone Akku und keine bessere Technik in Sicht ist, die schnellere Kernkomponenten enthält, sieht es danach aus, als müssten wir uns mit Minigames und schlecht umgesetzten Blockbuster-Games abgeben…

Mein 500 Euro-Spielerechner – Viel Leistung für wenig Geld!

Seit einiger Zeit schreibe ich nun über meine Spiele-Highlights. Hier möchte ich euch mal meinen Spielerechner vorstellen. Zunächst zur Hardware:

500-Euro PC

Prozessor: AMD Phenom II X4 955 (4×3,2ghz, Black Edition)
Mainboard: GigaByte GA-870A-UD3
Arbeitsspeicher: 4GB Kingston 1333MHz CL7
Gehäuse: Cooltek CT-K III EVO
Netzteil: be quiet! Pure Power 530W
Festplatte: Western Digital Caviar Blue 640GB
DVD-Laufwerk: Sony Optiarc AD-7240S
Grafikkarte: Sapphire Radeon HD 5770 1024MB GDDR5

Damit laufen alle PC-Spiele auf höchsten Details flüssig. Lediglich Grafikbomben wie Crysis leisten sich im DX10-Modus einige Ruckler, die aber vertretbar sind. Im Moment kann man den Rechner für rund 500€ kaufen. 2011 sollen wohl laut Gamestar die Mainboardpreise deutlich ansteigen. Also lieber jetzt zuschlagen. Die obige Kombination ist sehr zukunftssicher, weil sie sich gut nachrüsten lässt und das Netzteil auch noch Reserven für Übertaktungen hat. Noch musste ich allerdings nicht nachtakten. Ich denke mal das wird auch noch eine Weile dauern. Für Games, wie Diablo 3 oder Guild Wars 2 werde ich wohl auch keine neuen Komponenten brauchen und sogar die Systemanforderungen für Crysis 2, was bald erscheint, scheinen auszureichen, auch wenn die genannten Anforderungen zunächst als nicht offiziell zurückgewiesen wurden.

Bildschirm

Als Bildschirm habe ich seit Weihnachten einen LG W2361V. Mit seinen 23 Zoll Bildschirmdiagonale habe ich mehr als genug Sichtfeld, Full-HD und ein kristallklares Bild, das beim Zocken nie verwischt. Hier könnt ihr mal einen Blick auf mein virtuelles Reich werfen.
Zockerstation
Links mein Gaming-PC und rechts mein Laptop mit zusätzlichem Bildschirm für Grafikbearbeitung und andere Arbeiten. Ganz links steht der PC meiner Freundin. Zusammen ergibt das alles über 100m Kabelsalat… Wahnsinn! :D
Ciao!