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Warum sind Casual Games so beliebt?

Auswahl an Free-Games

Eine Auswahl an kostenlosen Games des Unternehmens upjers.

Seit nun schon einigen Jahren gibt es einen ziemlichen Hype um die zahlreichen Casual Games – kompakte Browsergames und andere Free-to-Play Onlinegames. Beispiele für erfolgreiche Titel sind alle Games von upjers, sowie Minispiele auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken und Spieleapps wie Pou oder Angry Birds. Die Kölner Messe Gamescom, die im vergangenen Jahr 2012 mit 275000 Besuchern überraschte, und die schiere Anzahl an Videospielen sind Indizien für eine Gesellschaft, die sich immer mehr mit PC-Spielen beschäftigt: Fast jeder ist ein “Gamer”. Die Definition umfasst nun allerdings zwei verschiedene Gruppen von Spielefans, wo es zum einen die klassische Gamercommunity gibt und zum anderen die “Casual Gamer” – die Gelegenheitsspieler.

Wo liegt der Unterschied zu konventionellen Games?

Ein Casual Gamer beschäftigt sich in anderer Form mit Videospielen – meist werden sie hauptsächlich online und in Gemeinschaft mit anderen im Multiplayer gespielt. Dabei steht weniger eine komplexe Story in Form einer Kampagne im Vordergrund als der Zeitvertreib beim Aufbauen von Bauernhöfen, Flughäfen oder Minispielen. Hier liegt auch der entscheidende Unterschied des neuen Genres. Die Spiele sind technisch weniger aufwändig als ein Vollpreistitel von EA, Activision/Blizzard und Co. Das Spielprinzip ist oft relativ simpel und der Einstieg fällt auch Neulingen leicht.
Hier mal ein paar Ideen warum speziell Browsergames so gut ankommen:

  • Sie sind immer verfügbar – Es spielt keine Rolle, ob man auf der Arbeit, in der Schule oder gerade in der Bahn sitzt – Sie können von jedem Ort der Welt gespielt werden: Und das rund um die Uhr!
  • Auch auf schwachen PCs laufen sie fehlerfrei und ohne Ruckler.
  • Jeder kann sie kostenlos spielen. Erst wer sich extra Gadgets freischalten möchte, muss draufzahlen.
  • Sie sind kinderfreundlich und können auch von jungen Spielern konsumiert werden, was die Zielgruppe enorm vergrößert. Mir sind nicht sehr viele Titel dieser Sparte bekannt, die eine USK-12 oder höhere Kennzeichnung erhalten hätten.
Age of Empires 3 Screenshot

Klassische Strategiespiele, wie das bekannte Age of Empires 3 setzen andere Akzente, wie komplexe Ökonomie, Kriegssimulationen aber weniger Fokus auf Detailreichtum.

Ein klassisches Beispiel für ein Unternehmen, das mit dieser Art der Unterhaltung groß geworden ist, ist das deutsche Unternehmen Upjers. Früher noch unter anderem Namen bekannt wurde dort schon seit 2006 Software zur Unterhaltung entwickelt. Dabei entstanden einige echte Klassiker, wie z.B. Wurzelimperium, My Free Farm oder Koyotl. Meistens handelt es sich bei des Genres um Strategiespiele, die allerdings in keiner Konkurrenz zu den Klassikern wie Age of Empires, Company of Heroes, Anno oder dem kürzlich veröffentlichten Sim City stehen, die stets von großen Entwicklerstudios entwickelt werden und eine andere Community ansprechen.

Ich bin gespannt in welche Richtung sich die Free-Games entwickeln – werden sie “erwachsener”? Wie viel Innovation wird die Branche in ihre Titel einfließen lassen und werden sie die großen Spielereihen beeinflussen?
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Welche Spiele dieser Art kennt ihr? Habt ihr auch schon welche angezockt und was haltet ihr davon? Ich freu mich über eure Kommentare.

Guild Wars 2 Release

Zum aktuellen Anlass möchte ich heute einen Kurzüberblick über die Freiheiten des MMORPGs Guild Wars 2 verfassen.

Guild Wars 2 spielt in einer offenen persistenten Welt. Man kann die verschiedensten Geschichten aus Sicht der Charr, der Menschen, der Asura, der Norn und der Sylvari erleben. Des Weiteren kann man zwischen vielen verschiedenen Anfangsfragmenten der persönlichen Geschichte wählen (Adel, Zugehörigkeit, Hintergrundgeschichten, Gefühle) und zwischen acht verschiedenen Klassen unterscheiden.

Elementarmagierin im Anfangsgebiet

Genau diese Möglichkeiten und diese Vielfalt machen Guild Wars 2 zu einem neuen, erfrischenden MMORPG in der PC-Spielewelt. Sobald man seinen Charakter erstellt hat kann man entscheiden wie man diesen durch die virtuelle Welt bringen möchte. Ist man nun eher jemand der sich in Charakter-Kämpfen Einer-gegen-Einer, Gruppe-gegen-Gruppe oder sogar Welt-gegen-Welt messen möchte, ist der PvP und WvWvW- Modus perfekt geeignet. Man ist auch nicht gezwungen Quests zu erledigen oder gegen sich immer wiederholende gegnerische Tiere, Banditen oder Türme zu kämpfen um für PvP gerüstet zu sein und Level aufzusteigen. Man kann sich – wenn man es denn so möchte – die ganze Zeit im PvP herumtreiben und auch so das maximale Level erreichen.

Gleichwohl haben die Spieler die Möglichkeit zu entscheiden wann sie was erleben möchten. Hat man gerade Lust seine persönliche Geschichte zu verfolgen, macht man diese Aufgaben. Hat man gerade Lust in verschiedenste dynamische Events einzutauchen, läuft man zum nächst gelegenen Herzsymbol auf der Karte oder achtet auf auftauchende Events in der Nähe. Man hilft und kämpft mit solange man mag. Möchte man nicht das ganze Event mitmachen, geht man weiter und wird trotz dessen dafür belohnt, dass man sich an dem Event beteiligt hatte. Natürlich kann man dann nicht erwarten, dass die Belohnung genauso hoch ausfällt, wie bei den Spielern die sich dem ganzen Event gewidmet hatten.

Auch ist es völlig einfach die persönlichen Geschichten anderer Spieler mitzuerleben, indem man sich in deren Gruppe einladen lässt und mit diesem dann die persönliche Geschichte spielt. Ganz gleich wie hoch der Levelunterschied ist, man wird dem Level seines Gruppenmitgliedes angepasst, in dem sich die Energiebalken und Werte der Umgebung anpassen. Einzig und allein die Ausrüstung bleibt gleich.

Durch diese große Vielfalt kann man hunderte verschiedene Geschichten miterleben oder sie selbst spielen.

Dieses System gibt abertausenden Spielern die Hoffnung ein neues Spielerlebnis in dem Genre MMORPG zu haben.

Guild Wars 2 wird zum 28.08.2012 online gehen. Vorkäufer jedoch haben schon die Möglichkeit am 25.08.2012 in das Spiel einzutauchen und Vorbesteller dürfen immerhin noch einen Tag vorher spielen.
Und beachtet: Vom 20.07. bis 22.07.2012 ist das letzte Betaevent. Jeder der sich das Spiel vorher noch kauft(!) kann schon bei dieser Beta teilnehmen und die ersten Schritte in die neue Welt wagen.

Zeitsprung – Zurück zu den Wurzeln der Browsergames

Browsergames der ersten Generation sind älter als viele Spieler, die heute ihren Computer und das Internet in ihrer Freizeit dazu nutzen, alleine oder gemeinsam mit anderen Gamern Computerspiele aller Genres kostenlos und ohne Installation direkt in ihrem Internetbrowser zu spielen. Obwohl einige Browserspiele der ersten Generation von einer treuen Fangemeinde noch heute gespielt werden, haben die neueren Browserspiele mit deutlich besseren Grafiken und zusätzlichen Features ihre älteren Brüder weitestgehend verdrängt.

Das erste Browserspiel welches auf dem Markt veröffentlicht wurde und welches kostenlos und ohne Installation direkt im Internetbrowser gespielt werden konnte, wurde im Jahre 1995 unter dem Namen “SOL” veröffentlicht und verfügte bereits über einen Multiplayer Modus, mit dessen Hilfe ihr SOL gemeinsam mit einigen Freunden oder auch allein spielen konntet. SOL, ein Browserspiel aus dem Genre Science-Fiction-Wirtschaftssimulation war in den Sprachen Englisch und Deutsch verfügbar und wird auch heute noch von einer treuen Fangemeinde – geschätzt werden ungefähr 4.000 Gamer – gespielt. Ich selbst habe das Spiel zwar nicht angezockt, kenne jedoch Leute, die das Game vor einigen Jahren noch regelrecht gesüchtet haben.

Omega-Day Screenshot der Website

Omega Day - Nicht ganz so altes Sci-Fi-Browserspiel

Erst im Jahr 2000wurde von einer Gruppe norwegischer Spielentwickler eine Plattform geschaffen, die es Computerspielern ermöglichte, Browserspiele gemeinsam mit Tausenden Spielern aus aller Welt in Echtzeit zu spielen. Das erste Spiel war “Planetarion”, die Aufgabe der Spieler bestand darin, Rohstoffe auf fremden Planeten abzubauen und diese zu verwalten. Zu den erfolgreichsten Browserspielen der ersten Generation, die auch heute noch gespielt werden, gehören neben SOL die Browserspiele “Die Erde 2025″, welches im Jahr 1996 auf dem Markt kam, sowie das Spiel “Utopia”, welches seit dem Jahr 1999 online gespielt werden kann und auch heute noch gespielt wird. Das Echtzeit-Strategiespiel “Hattrick” erschien ebenfalls im Jahr 1999 und hat auch noch heute eine treue Fangemeinde – klar, denn es dreht sich hier alles um Fußball. Das ist schon eine ganze Weile her, wenn man bedenkt, dass damals das Internet noch mit 56k Modems genutzt werden konnte. Ich selbst erinnere mich noch gut an “Omega-Day”, ebenfalls ein strategisches Science-Fiction-Browsergame im Stile von SOL und dem damals topaktuellen Strategiespiel “Ogame”, das mich wochenlang an den PC gefesselt hat. Glücklicherweise war das Spielprinzip so unfair, dass man irgendwann die Lust verloren hat, denn einen gewissen Suchtfaktor kann ich definitiv nicht bestreiten.

Bis auf wenige frühe Browsergames, die auch heute aktuell noch gespielt werden, wurden diese durch die modernen Games mit ihren realistischen Grafiken, Sounds und ihren zahlreichen Extra-Features fast komplett vom Markt der Onlinespiele verdrängt – obwohl die Zahl der Mitspieler sich vervielfacht hat. Ich bin sehr gespannt, was sich in der nächsten Zeit auf diesem Gebiet noch tut, leider habe ich viel zu wenig Zeit, um noch aktiv zu spielen, Studium und Arbeit sei Dank.

MMORPGs vs. Offline Rollenspiele Teil 2

Offline-Rollenspiele können so cool sein!

Nachdem ich im letzten Teil einen (kritischen) Blick auf die klassischen MMORPGs geworfen habe möchte ich hier noch die allseits bekannten Offline-Rollenspiele erwähnen, die ja die Grundlage für MMORPGs und Co. gebildet haben.

Es ging vor allem darum warum einige Spieler sich nicht dem Boom der Onlinegames anschließen und immer noch lieber Rollenspiele im Single-Player durchspielen.
In der heutigen Zeit scheint man manchmal ganz vergessen, dass es auch noch solche Klassiker gibt, die gar keinen Internetanschluss benötigen.

Kommt es auf Story oder Spielzeit an?

Die Spielzeit bei einem MMORPG ist enorm hoch. Da sie nie richtig durchgespielt werden können hat man meistens hunderte Stunden zu tun.
Ein Rollenspiel mit einer Offline-Kampagne dauert meistens etwa 90 Stunden. Danach lässt die Langzeitmotivation oft stark nach weil dort vor allem die Geschichte entscheidend für die Spannung beim Spiel ist.
90 Stunden Spielzeit ist allerdings schon eine beträchtliche Länge. Wenn man einem Job nachgeht oder als Schüler Ganztagsschule hat bleibt oft gar nicht so viel Zeit zum Zocken. Warum also noch länger online spielen, ohne, dass ein Ende in Sicht ist?

Hier möchte ich mal versuchen die Vorteile von Offline-Rollenspielen aufzuzählen:

1. Dichte Story
2. Abgeschlossene Handlung mit klar definiertem Ziel
3. Kürzere Levelzeit
4. Meistens abwechslungsreicher
5. Kein Gruppenzwang, wie es beispielsweise in einer Gilde oft der Fall ist
6. Keinerlei Verpflichtungen, kein Patchen, kein Einloggen

In dieser Hinsicht scheinen die Offline-Rollenspiele wesentlich mehr Freiheiten zu bieten als die MMORPGs.
Im Endeffekt ist es aber doch eine Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss.
Ich bin ich jedenfalls der Meinung, dass man besser einmalig in ein Spiel investiert, was mehr Inhalte bietet und ein Ende hat als monatlich in ein inhaltsloses Dauergemetzel Geld zu stecken und am Ende nicht mal was davon zu haben (Sobald man nämlich nicht mehr zahlt ist der Charakter nur noch mit Screenshots zu betrachten).
So können auch kürzere Rollenspiele nachhaltiger sein als Onlinespiele.

So, und jetzt dürfen alle MMORPG-Fans losschimpfen. ;-)