Operation Flashpoint 2: Dragon Rising

Soldat schießt Operation Flashpoint 2

Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere an das Jahr 2009, indem der Große Konkurrenzkampf „Arma 2“ gegen „Operation Flashpoint: Dragon Rising“ richtig interessant wurde. Arma 2 erschien im Mai/Juni und war total verbuggt. Die Hoffnungen lagen jetzt bei Operation Flashpoint 2, dem Nachfolger von einer der wohl besten Militärsimulationen, Operation Flashpoint. Die Versprechen der Entwickler Codemasters waren hoch, und als das Spiel erschien, sorgte Operation Flashpoint 2 auch für viele Diskussionen. Leider meist nur im negativen Sinn, denn der Begriff Militärsimulation ist von Operation Flashpoint 2 in etwa so weit entfernt wie die Wörter Story oder Multiplayer.

Cover Operation Flashpoint Dragon Rising Operation Flashpoint 2 handelt von dem Angriff chinesischer Truppen auf die Insel Skira. Die liegt im Nord-Pazifik und besitzt große Bodenschätze, weswegen Russland die Insel regiert. Als die chinesischen Truppen dann die Insel angreifen, bitten die Russen die Amerikaner zu Hilfe. Als Folge wird ein Flugzeugträger in der Region informiert. Hier beginnt die Story von Operation Flashpoint.

Die „Story“ bei Operation Flashpoint 2

Helikopter bei Operation Flashpoint
Den Heli kann man auch fliegen

Es gibt keine Zwischensequenzen und die Story wird in kurzen Texteinblendungen erklärt. Die Handlung ist in Operation Flashpoint 2 also nebensächlich, oder besser ausgedrückt, nahezu nicht vorhanden. Das nimmt dem Spiel viel Atmosphäre. Das Ende des Spiels ist eher unspektakulär. Die zwei Soldaten, die im Lauf der Kampagne gesteuert werden, unterscheiden sich dadurch, dass sie mit dem Einen eher auf Schleichmissionen unterwegs sind, mit dem Anderen den Actionpart bedienen.
Bei den Einsätzen merkt man, das Operation Flashpoint 2 durchaus gelungen ist: Die Grafik sieht gut aus, der Sound ist sehr gut, die KI arbeitet meist gut. Doch an allen Stellen merkt man Operation Flashpoint 2 an, wie klein es ist. Große Schlachten gibt es in diesem Sinne nicht. Panzer sieht man selten, auf große feindliche Armeen trifft man selten. Operation Flashpoint 2 will eine Militärsimulation sein, zieht aber im Vergleich zu Arma 2 deutlich den Kürzeren. Das große Arsenal an Waffen wird kaum genutzt, Fahrzeugmissionen gibt es nicht. Das drückt natürlich alles auf die Atmosphäre und wer eine Militärsimulation sucht, der ist bei Operation Flashpoint 2 falsch. Meist sind die Missionen lieblos aneinandergereiht; richtige Zusammenhänge findet man nicht.  Aber natürlich gibt es auch stimmungsvolle Missionen: In einer muss man einen chinesischen General verfolgen und später ausschalten. Dazu kann man Artillerie rufen, ein Scharfschützengewehr benutzen oder wie John Rambo sein Glück versuchen. Hier zeigt Operation Flashpoint 2 seine Schokoladenseite.
Übrigens genau wie in den Punkten Grafik und Sound. Der Sound ist sehr gut, Explosionen klingen sehr realistisch.

Systemanforderungen

Soldat schießt Operation Flashpoint 2
Hübsch präsentieren sich die Texturen

Um Operation Flashpoint 2 flüssig zu spielen, benötigt man mindestens einen 2,4GHz Dual Core Prozessor, 1GB RAM und eine Nvidia 7600GT 256mb oder eine ATI X1800XL 256mb. In niedrigen Details sieht das Spiel nicht mehr besonders hübsch aus, die Grafikanforderungen sind trotzdem noch hoch. Auf hohen Details wirkt das Spiel dagegen sehr ansehnlich, die Waffen weisen viele Details auf und die Fernsicht ist hoch. Doch selbst auf hohen Details wirken die Bodentexturen leicht verwaschen, insgesamt überzeugt die Grafik jedoch.

Multiplayer

Der ist sehr schlecht, was besonders für eine Militärsimulation das Todesurteil ist. So eine Art von Spiel kann nur durch den Multiplayer auf Dauer überleben, und Operation Flashpoint 2 wird schon jetzt nicht mehr im Multiplayer gespielt. Insgesamt ist es daher sehr schade, wie Codemasters den Namen Operation Flashpoint 2 benutzt hat, einen durchschnittlichen Taktik-Shooter zu entwickeln. Doch trotz den vielen Macken macht Operation Flashpoint 2 Spaß, auch wenn die Langzeitmotivation mit 6-10 Stunden Story eher kurz ausfällt. Das Spiel sollten sich nur Leute genauer anschauen, die Taktik-Shooter mögen und keine Militärsimulation wie den Vorgänger, Operation Flashpoint, erwarten.

Hier ein kleines Gameplayvideo als Sniper. Da könnt ihr euch selbst ein Bild machen.

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