Brothers in Arms: Hell’s Highway – Band of Brothers für den PC

Panzerfaust BRothers in Arms Hells Highway

Kennt ihr ein wirklich gutes WW2-Game, was auch noch eine gute Story besitzt? Die einzigen nennenswerten Spiele, die eine wirklich gute Story mit dem Hintergrund Zweiter Weltkrieg haben, ist eigentlich nur die Brothers in Arms Serie wirklich bekannt. Brothers in Arms Hells Highway Cover Call of Duty 2 oder Call of Duty 5 sind vielleicht spektakulär inszeniert, wirken aber doch sehr seelenlos, weil es keine wirkliche Story gibt. Brothers in Arms bekam dagegen selten überdurchschnittlich gute Bewertungen der Fachpresse, weil es sich zwar um gute Taktik-Shooter handelte, die aber zu viele Schwächen aufwiesen. 2008 wurde dann Brothers in Arms: Hell’s Highway von Gearbox fertiggestellt. Und was soll man sagen? Brothers in Arms: Hell’s Highway war deutlich besser als die Vorgänger und machte dieses Mal vieles richtig – aber auch nicht alles.

Story, Gameplay und Atmosphäre – endlich klappt das auch bei Brothers in Arms!

Sieht doch ganz hübsch aus! In Brothers in Arms: Hell’s Highway spielt man den Soldat Matt Baker, den man schon im ersten der drei Teile kennen gelernt hat – falls man ihn denn gespielt hat. Denn hier kommt bereits eine der Stärken des dritten Teils zum Einsatz: In einem langen Intro-Film wird die Story der vorherigen Teile gut erklärt, man muss nicht zuerst die ersten beiden Teile der Serie gespielt haben. Das macht den Einstieg ins Spiel deutlich leichter; die Hauptpersonen werden gut vorgestellt. Man kämpft sich in Hell’s Highway durch Holland, die Operation Market Garden ist im vollen Gange. Bei Hell’s Highway handelt es sich, wie schon bei den Vorgängern, um einen Taktik-Shooter. Man befehligt im Laufe der Kampagne bis zu drei kleine Feuerteams (2-3 Mann), denen man Befehle erteilt, z.B. Sperrfeuer über feindliche Truppen zu legen. Das macht den Actionshooter Hell’s Highway recht anspruchsvoll und der Schwierigkeitsgrad (in drei Stufen wählbar) ist schon in der untersten Stufe nichts für Anfänger und richtet sich klar an erfahrene Spieler, dabei bleibt das Spiel aber trotzdem immer fair.

Panzerfaust BRothers in Arms Hells Highway
Mit der dicken Wumme knallt\’s am Schönsten!

Die Bedienung geht schnell von der Hand und ist nicht sonderlich kompliziert, dennoch benötigt man etwas Eingewöhnungszeit bis man seine Feuerteams unter Kontrolle hat. Die KI hat manchmal Aussetzer und rennt ohne Rücksicht auf Verluste auf den Spieler zu. Das Leveldesign ist recht linear wohingegen die Atmosphäre von Hell’s Highway dagegen sehr gut gelungen ist. Feuergefechte sehen spektakulär aus, die Animationen sind gut gelungen und die Grafik ist eine überarbeitete Version der Unreal Engine 3, die sich auch heute noch sehen lassen kann.

Systemanforderungen

Ein paar Worte zur Grafik: Man benötigt entweder einen AMD Athlon FX-55 2,6GHz Prozessor oder einen Intel Pentium D925 mit 3GHz oder höher, 1GB RAM und eine Shader 3.0-fähige Grafikkarte mit 128MB. Die Anforderungen sind eher höher, dafür sieht das Spiel in niedrigen Details immer noch gut aus. In hohen Details sieht das Spiel dann doch deutlich besser aus, gewinnt allerdings sicherlich keine Schönheitswettbewerbe mehr (Das tat es schon nicht, als es auf den Markt kam).

FAIL: Der Multiplayermodus

Und um noch ein paar Worte zum Multiplayermodus zu verlieren, oder eher, was man mit dem Multiplayermodus machen sollte: Ignorieren. Der ist wirklich grottenschlecht, dedizierte Server gibt es nicht und die Grafikengine, die im Singleplayer noch so hübsch wirkte, sieht im Multiplayermodus aus wie die alte Call of Duty 2-Engine. Aber dadurch, dass der Singleplayerteil rund 12 Stunden in Anspruch nimmt (auf einem höheren Schwierigkeitsgrad wahrscheinlich sogar mehr) wirkt der Preis von 10-15€ doch gerechtfertigt, denn die Story von Brothers in Arms: Hell’s Highway ist herausragend und hebt das Spiel von anderen Spielen deutlich ab. Wer die Fernsehserie Band of Brothers kennt, der kann sich ungefähr vorstellen, wie intensiv die Erzählweise von Brothers in Arms: Hell’s Highway ist.
Fazit: Cool!

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